
Sicherheit und Risiken bei Augenlasern und Linsenoperationen
Sicherheit heißt, Risiken zu erkennen, ehrlich zu besprechen und ungeeignete Eingriffe abzulehnen.
Jede Operation kann Nebenwirkungen und Komplikationen verursachen. Eine sorgfältige Untersuchung hilft, Risiken zu erkennen und eine ungeeignete Behandlung zu vermeiden. Sie kann Risiken jedoch nicht vollständig ausschließen. Welche Folgen für Sie besonders wichtig sind, hängt unter anderem von Ihren Augenbefunden, Ihrer Gesundheit, dem gewählten Verfahren und Ihren Erwartungen ab.
Wir bieten unterschiedliche Laser- und Linsenverfahren an. Wir empfehlen eine Operation nur, wenn die Befunde dafür sprechen und das erwartbare Ergebnis zu Ihrem Alltag passt. Wenn wichtige Voraussetzungen fehlen oder kein ausreichend gutes Ergebnis zu erwarten ist, raten wir von der Operation ab. Brille und Kontaktlinsen bleiben mögliche Alternativen.
Unsere bisherige Erfahrung
Nach unserer bisherigen Erfahrung ist es bei den von uns durchgeführten operativen Sehkorrekturen erfreulicherweise noch nie zu einem vollständigen Verlust des Sehvermögens gekommen. Diese Erfahrung ist keine Garantie für einen einzelnen Eingriff. Sie schließt andere Komplikationen sowie vorübergehende oder dauerhafte Sehverschlechterungen nicht aus. Auch ein sehr seltener schwerer Verlauf lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen.
Risiken der Augenlaserverfahren
SMART PRO, LASIK, LASIK PRO und CLEAR PRO verändern die Hornhaut, um ihre Brechkraft zu korrigieren. Die Verfahren unterscheiden sich darin, an welcher Stelle und auf welche Weise die Hornhaut behandelt wird. Das beeinflusst Heilungsverlauf und einzelne Verfahrensrisiken. Die Gewebeveränderung ist dauerhaft; entferntes Hornhautgewebe wächst nicht wieder nach.
Mögliche Beschwerden und Komplikationen
| Mögliche Folge | Was Sie dazu wissen sollten |
|---|---|
| Schmerzen, Reizung und trockene Augen | Fremdkörpergefühl, Tränen, Lichtempfindlichkeit und trockene Augen können in der Heilungsphase auftreten. Beschwerden können anhalten; trockene Augen können sich verschlechtern oder neu auftreten. |
| Blendung, Halos und Starbursts | Lichthöfe, Lichtstrahlen, Doppelkonturen, Blendung oder schlechteres Kontrastsehen können vor allem bei Dunkelheit und beim Autofahren stören. Sie bessern sich häufig, können aber fortbestehen. |
| Schwankende oder verbleibende Fehlsichtigkeit | Die Korrektur kann zu schwach oder zu stark ausfallen. Sehstärke kann sich während der Heilung verändern oder später teilweise zurückbilden. Eine Brille, Kontaktlinsen oder eine weitere Behandlung können erforderlich sein. |
| Entzündung | Entzündungen können das Sehvermögen gefährden und müssen rasch behandelt werden. Nach unserer hausinternen Erfahrung aus über zehn Jahren war in 99 % der Entzündungsfälle eine Nicht-Anwendung oder Falschanwendung der verordneten Augentropfen und Salben verantwortlich. Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf Entzündungen, nicht auf Infektionen, und ist keine allgemeine Komplikationsrate. In den von uns beobachteten Entzündungsfällen konnten durch eingeleitete Therapiemaßnahmen große Risiken abgewendet werden. Diese bisherige Erfahrung ist keine Garantie für einen einzelnen Eingriff. Wenden Sie die verordneten Augentropfen und Salben genau nach Ihrem Behandlungsplan an; auch bei korrekter Anwendung können Komplikationen auftreten. |
| Infektion | Infektionen sind selten, müssen aber ernst genommen und rasch behandelt werden. Bei Oberflächenverfahren ist die Hornhaut während der Heilung vorübergehend besonders empfindlich. Die hausinterne 99-%-Angabe zu Entzündungen gilt nicht für Infektionen. |
| Hornhauttrübung oder Ektasie | Nach Oberflächenbehandlungen kann sich selten eine Trübung bilden. Eine Ektasie ist eine krankhafte Vorwölbung bei instabiler Hornhaut. Sie kann sich auch längere Zeit nach der Operation entwickeln und das Sehen dauerhaft beeinträchtigen. |
Auch bei sorgfältiger Behandlung kann das Sehen in bestimmten Situationen schlechter wirken als die Sehschärfe auf der Sehtafel vermuten lässt. Manche Menschen empfinden Nachtsehen, Kontrast oder Lichtquellen weiterhin als störend. Alterssichtigkeit entwickelt sich unabhängig davon weiter; Augenlasern verhindert nicht, dass später eine Lese- oder Gleitsichtbrille nötig wird.
Welche Risiken hängen vom Verfahren ab
| Verfahren | Besonderheit und zusätzliche Risiken |
|---|---|
| SMART PRO TransPRK / SmartSurfACE | Die Behandlung erfolgt an der Hornhautoberfläche. Diese muss sich nach dem Eingriff wieder schließen. In den ersten Tagen können Schmerzen, Tränen und Lichtempfindlichkeit stärker sein; die frühe Seherholung dauert häufig länger. Selten sind eine Hornhauttrübung (Haze) oder eine Infektion während der Heilungsphase möglich. |
| LASIK klassisch mit Mikrokeratom | Ein mechanisches Präzisionsinstrument bereitet einen Hornhaut-Flap vor. Zu den spezifischen Risiken zählen ein unregelmäßiger oder unvollständiger Flap, Falten oder eine Verschiebung, Zellwachstum unter dem Flap und Entzündungen an der Schnittfläche. Der Flap bleibt auch nach der Heilung ein besonderer Teil der Hornhaut. |
| LASIK PRO Femto-LASIK | Der Flap wird mit einem Femtosekundenlaser erzeugt. Die wellenfrontoptimierte Planung kann die Behandlung individuell ausrichten, beseitigt aber die Flap-Risiken der LASIK nicht. Auch hier sind unter anderem trockene Augen, Lichtphänomene, Restfehlsichtigkeit und selten Infektionen oder eine Ektasie möglich. |
| CLEAR PRO Lentikelverfahren | Im Hornhautinneren wird ein Lentikel geformt und über einen kleinen Zugang entfernt. Ein LASIK-Flap entfällt. Trotzdem können bei der Präparation oder Entfernung Schwierigkeiten auftreten, Gewebe zurückbleiben oder eine Entzündung an der Behandlungsfläche entstehen. Auch trockene Augen, Lichtphänomene, Restfehlsichtigkeit, Infektion und Ektasie sind möglich. |
Die Risiken überlappen sich; die Tabelle verspricht keine Rangfolge der Verfahren. Keine Methode ist für alle Augen die sicherste. Ergebnis und Heilungsverlauf hängen auch von Ausgangsbefund, Behandlungsausmaß und individueller Heilung ab.
Unsere Sicherheitsprüfung vor einer Laserbehandlung
Vor jeder Laserbehandlung untersuchen wir die Hornhaut nicht nur auf ihre Dicke, sondern auch auf ihre Form und Stabilität. Eine Corvis-Untersuchung ist bei uns Pflicht. Sie erfasst, wie die Hornhaut auf einen definierten Luftimpuls reagiert. Zusammen mit Topographie und Tomographie hilft sie, auffällige Befunde zu erkennen. Eine ausreichende Dicke allein schließt eine biomechanische Instabilität und das Risiko einer späteren Ektasie nicht aus.
Jede Irregularität der Hornhautform ist ein möglicher Risikofaktor. Bei auffälliger Hornhauttopographie oder Hinweisen auf eine instabile Hornhaut raten wir von einem Hornhautlaser ab. Die Entscheidung berücksichtigen wir gemeinsam mit dem Ausmaß der Fehlsichtigkeit und der Menge an Gewebe, die entfernt werden müsste.
Dunkelpupille und Sehen bei Nacht
Eine größere Pupille lässt bei Dunkelheit mehr Licht durch. Wenn sie größer ist als die optische Zone der Korrektur, können Lichtphänomene wie Halos, Starbursts, Doppelbilder oder Unschärfe stärker auffallen. Je größer die Pupille und je kleiner die wirksame optische Zone, desto sorgfältiger müssen wir abwägen.
Bei uns gilt eine Pupille von mehr als 7,0 mm im Dunkeln als kritischer Befund für alle Hornhautlaser-Verfahren. Das ist eine hausinterne Entscheidungsschwelle und wird immer im Zusammenhang mit der optischen Zone, der Fehlsichtigkeit, der Hornhautform und Ihren Sehbedürfnissen beurteilt. Eine größere Dunkelpupille schließt eine Behandlung nicht automatisch aus; sie kann aber gegen das Lasern sprechen. Bei Linsenverfahren ist sie meist weniger kritisch als bei der Hornhautlaserbehandlung, bleibt für die Linsenwahl und mögliche Lichtphänomene relevant.
Weitere Punkte der persönlichen Eignungsprüfung
Wir beziehen den Tränenfilm und trockene Augen, die Stabilität Ihrer Brillenwerte, Vorerkrankungen und Medikamente in die Beurteilung ein. Kontaktlinsen können Messungen vorübergehend beeinflussen. Deshalb kann es nötig sein, vor der Untersuchung eine Tragepause einzuhalten oder Messungen zu wiederholen. Entscheidend ist auch, ob Sie die erwartbare Heilungszeit einplanen können und mit den Grenzen des Ergebnisses einverstanden sind.
Sind die Befunde nicht sicher oder passt das erwartbare Ergebnis nicht zu Ihrem Wunsch, suchen wir nach einer anderen Lösung oder empfehlen keine Operation. Eine ICL kann für manche Menschen eine Alternative ohne korrigierenden Hornhautabtrag sein. Sie ist selbst ein Eingriff im Augeninneren und hat eigene Voraussetzungen und Risiken.
Risiken der ICL PRO
Bei ICL PRO wird eine zusätzliche Linse hinter der Iris und vor der natürlichen Linse eingesetzt. Die Hornhaut wird nicht zur Sehkorrektur abgetragen; die natürliche Linse bleibt erhalten. Die ICL lässt sich bei entsprechender medizinischer Entscheidung entfernen oder austauschen. Reversibilität bedeutet jedoch nicht, dass sich der Eingriff ohne Folgen rückgängig machen lässt. Auch eine Entfernung oder ein Austausch ist eine erneute Operation mit eigenen Risiken.
Mögliche Folgen nach einer ICL-Implantation
| Mögliche Folge | Was Sie dazu wissen sollten |
|---|---|
| Linsenlage oder Restfehlsichtigkeit | Passt die Linsengröße oder Lage nicht ausreichend, kann die Sehqualität beeinträchtigt sein. Eine torische ICL kann sich drehen. Nachkorrektur, Neuausrichtung, Austausch oder Entfernung können nötig werden. |
| Lichtphänomene | Halos, Lichtringe, Blendung oder Doppelkonturen können wahrgenommen werden. Pupillengröße, Hornhaut, Linsenposition und Optik spielen dabei mit. Beschwerden können anhalten und in seltenen Fällen einen weiteren Eingriff erforderlich machen. |
| Entzündung | Entzündungen können das Sehvermögen gefährden und müssen rasch behandelt werden. Nach unserer hausinternen Erfahrung aus über zehn Jahren war in 99 % der Entzündungsfälle eine Nicht-Anwendung oder Falschanwendung der verordneten Augentropfen und Salben verantwortlich. Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf Entzündungen, nicht auf Infektionen, und ist keine allgemeine Komplikationsrate. In den von uns beobachteten Entzündungsfällen konnten durch eingeleitete Therapiemaßnahmen große Risiken abgewendet werden. Diese bisherige Erfahrung ist keine Garantie für einen einzelnen Eingriff. Wenden Sie die verordneten Augentropfen und Salben genau nach Ihrem Behandlungsplan an; auch bei korrekter Anwendung können Komplikationen auftreten. |
| Infektion | Eine seltene schwere Infektion im Augeninneren kann das Sehvermögen gefährden und eine sofortige Behandlung nötig machen. Die hausinterne 99-%-Angabe zu Entzündungen gilt nicht für Infektionen. |
Eine Dunkelpupille über 7,0 mm ist bei ICL PRO in der Regel weniger kritisch als bei einem Hornhautlaser. Sie kann bei der Auswahl der Linsenoptik und bei möglichen Lichtphänomenen trotzdem eine Rolle spielen.
Welche Befunde die ICL-Eignung bestimmen
Wir beurteilen unter anderem die Tiefe des vorderen Augenabschnitts, den Augeninnendruck, die Endothelzellzahl, die natürliche Linse, die Netzhaut und die Pupillen. Auch allgemeine Erkrankungen, Medikamente und eine stabile Brillenstärke sind wichtig. Ein Glaukom oder zu wenig Platz für die Linse kann gegen eine Implantation sprechen. Hohe Kurzsichtigkeit verlangt besondere Aufmerksamkeit für die Netzhaut.
Eine ICL korrigiert die Fehlsichtigkeit, gleicht aber keine krankhafte Hornhautverformung aus. Wenn eine Hornhauterkrankung vorliegt, bleiben deren eigene Auswirkungen auf das Sehen bestehen. Wir erklären Ihnen, was die Zusatzlinse voraussichtlich korrigiert und was nicht.
Regelmäßige Kontrollen bleiben wichtig
Nach der Operation kontrollieren wir die Linsenlage, den Abstand zur natürlichen Linse, den Augeninnendruck und den Heilungsverlauf. Auch später sind augenärztliche Kontrollen erforderlich, selbst wenn Sie gut sehen. Sie erhalten einen Tropfenplan und Hinweise, wann Sie sich früher melden sollen.
Beide Augen in einer Sitzung
Bei geeigneten Voraussetzungen operieren wir beide Augen in einer Sitzung im anästhesiologisch betreuten Dämmerschlaf. Das erspart einen zweiten Operationstag, verändert aber nicht die Notwendigkeit, die Risiken für jedes Auge einzeln abzuwägen. Bei einer gemeinsamen Sitzung kann eine seltene Komplikation im ungünstigen Fall beide Augen betreffen. Diesen Punkt besprechen wir vor Ihrer Entscheidung. Die Sedierung ist keine Vollnarkose und hat eigene, wenn auch seltene Risiken. Das Anästhesieteam prüft Vorerkrankungen, Medikamente und Ihre individuelle Belastbarkeit.
Im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 haben wir eine vollständige Chargentrennung für die Behandlung beider Augen eingeführt. Diese Maßnahme dient dazu, das Risiko einer Querinfektion zwischen den Augen zu minimieren. Bislang haben wir in unserem Hause keinen intraoperativen Infektionsfall verzeichnet. Diese bisherige Erfahrung ist keine Garantie für künftige Eingriffe. Ein verbleibendes Infektionsrisiko lässt sich dadurch nicht vollständig ausschließen.
Risiken des refraktiven Linsentauschs NANO PRO
Beim refraktiven Linsentausch wird die natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff verändert das Auge dauerhaft und lässt sich nicht rückgängig machen. NANO PRO nutzt Nanolasertechnologie zur Linsenentfernung. Der Einsatz eines Nanolasers ändert nichts daran, dass es sich um einen operativen Eingriff im Augeninneren mit eigenen Risiken handelt.
Mögliche Komplikationen
| Mögliche Folge | Was Sie dazu wissen sollten |
|---|---|
| Entzündung | Entzündungen können das Sehvermögen gefährden und müssen rasch behandelt werden. Sie können auch die Netzhautmitte betreffen. Nach unserer hausinternen Erfahrung aus über zehn Jahren war in 99 % der Entzündungsfälle eine Nicht-Anwendung oder Falschanwendung der verordneten Augentropfen und Salben verantwortlich. Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf Entzündungen, nicht auf Infektionen, und ist keine allgemeine Komplikationsrate. In den von uns beobachteten Entzündungsfällen konnten durch eingeleitete Therapiemaßnahmen große Risiken abgewendet werden. Diese bisherige Erfahrung ist keine Garantie für einen einzelnen Eingriff. Wenden Sie die verordneten Augentropfen und Salben genau nach Ihrem Behandlungsplan an; auch bei korrekter Anwendung können Komplikationen auftreten. |
| Infektion | Eine schwere Infektion im Augeninneren ist selten, kann aber das Sehvermögen bedrohen und muss sofort behandelt werden. Die hausinterne 99-%-Angabe zu Entzündungen gilt nicht für Infektionen. |
| Makulaödem | Nach dem Eingriff kann sich Flüssigkeit in der Makula ansammeln. Das kann das zentrale Sehen beeinträchtigen. Medikamente und Nachkontrollen sind wichtig. |
| Netzhautablösung | Bei starker Kurzsichtigkeit besteht generell auch unabhängig von einer Operation ein erhöhtes Risiko für eine Netzhautablösung. Ein Linsentausch kann dieses Risiko zusätzlich erhöhen. Die individuelle Einschätzung hängt unter anderem von Augenlänge und Netzhautbefund ab. Neue Lichtblitze, viele schwarze Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld können Warnzeichen sein. |
| Hornhaut | Intraokulare Instrumente und die Operation können das Hornhautendothel belasten; bei zu wenigen gesunden Zellen kann die Hornhaut eintrüben. |
| Kunstlinse und Sehschärfe | Die Kunstlinse kann sich neigen, verschieben oder anders wirken als erwartet. Eine Restfehlsichtigkeit bleibt möglich. In manchen Fällen ist ein weiterer Eingriff oder eine Brille nötig. |
| Nachstar | Die hintere Linsenkapsel kann sich später eintrüben. Das ist kein erneuter Grauer Star, kann aber die Sehschärfe beeinträchtigen und eine zusätzliche Laserbehandlung erfordern. |
| Licht- und Kontrastwahrnehmung | Je nach Linsenoptik sind Halos, Blendung, Starbursts oder geringerer Kontrast möglich. Mehrstärkenoptiken können eine Eingewöhnung erfordern; Beschwerden können bleiben. |
Die natürliche Naheinstellungsfähigkeit geht mit der Entfernung der Linse verloren. Welche Sehbereiche anschließend ohne Brille möglich sind, hängt von der Linsenoptik und den Augenbefunden ab. Auch nach einem Linsentausch können Brille, Nachkorrektur oder weitere Behandlung nötig sein.
Netzhautrisiko und Linsenauswahl
Vor dem Eingriff beurteilen wir die Netzhaut und die Makula und berücksichtigen Kurzsichtigkeit und Augenlänge. Bei erhöhtem Netzhautrisiko kann eine zusätzliche Untersuchung oder Behandlung nötig sein. Manchmal raten wir vom Linsentausch ab. Eine mögliche Behandlung verdächtiger Netzhautbereiche entscheidet der Arzt anhand des individuellen Befunds.
Hybrid- und Mehrstärkenlinsen prüfen wir nur, wenn die Augen für die jeweilige Optik geeignet sind. Bei MUNICH EYE gehören dazu eine regelmäßige Hornhaut, eine ausreichende und passend zentrierte Pupille, ein klarer Glaskörper sowie eine Netzhaut und Makula ohne relevante krankhafte Veränderungen. Die genauen Anforderungen hängen von der konkreten Linsenoptik ab.
Sind diese Bedingungen eingeschränkt, kann häufig eine monofokale Versorgung infrage kommen, sofern der Linsentausch selbst sinnvoll ist. Sie kann auf den für Ihren Alltag wichtigsten Sehbereich ausgerichtet werden. Für andere Entfernungen bleibt in der Regel eine Ergänzungsbrille nötig. Die Linsenfunktionen allein bestimmen nicht die Auswahl; maßgeblich sind Ihre Augenparameter und der gemeinsam besprochene Bedarf.
Alter und Verfahren sind keine automatische Indikation
Ein Alter um 45 Jahre ist eine Orientierung für die Beratung bei Alterssichtigkeit, aber keine automatische Empfehlung zur Operation. Bei starker Kurzsichtigkeit, großer Augenlänge oder noch guter Nahfokussierung wägen wir einen frühen Linsentausch besonders sorgfältig ab. ICL, Laser, Linsentausch, Brille und Kontaktlinsen haben unterschiedliche Voraussetzungen und Risiken.
Beide Augen in einer Sitzung und Sedierung
Bei medizinischer Eignung operieren wir beide Augen in einer Sitzung im anästhesiologisch betreuten Dämmerschlaf. Die Befunde beider Augen und Ihre allgemeine Gesundheit gehen in die Entscheidung ein. Seltene Komplikationen können im ungünstigen Fall beide Augen betreffen. Das besprechen wir vor der Behandlung. Der Dämmerschlaf ist eine Sedierung und nicht mit einer Vollnarkose gleichzusetzen; auch die Sedierung hat eigene Risiken.
Im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 haben wir eine vollständige Chargentrennung für die Behandlung beider Augen eingeführt. Diese Maßnahme dient dazu, das Risiko einer Querinfektion zwischen den Augen zu minimieren. Bislang haben wir in unserem Hause keinen intraoperativen Infektionsfall verzeichnet. Diese bisherige Erfahrung ist keine Garantie für künftige Eingriffe. Ein verbleibendes Infektionsrisiko lässt sich dadurch nicht vollständig ausschließen.
Wann Sie sich nach der Operation sofort melden sollten
Bei plötzlicher Sehverschlechterung, deutlich zunehmenden Schmerzen oder starker Rötung kontaktieren Sie uns umgehend. Neue Lichtblitze, ein plötzlicher Schwarm schwarzer Punkte oder ein Schatten wie ein Vorhang im Gesichtsfeld müssen rasch augenärztlich abgeklärt werden. Warten Sie damit nicht bis zur nächsten Routinekontrolle.
Nutzen Sie den für Ihre Behandlung vereinbarten Notfallkontakt oder wenden Sie sich an einen augenärztlichen Notdienst. Die zuständige Anlaufstelle außerhalb unserer Sprechzeiten erhalten Sie im Rahmen Ihrer Behandlung.
Ihre Fragen zu Risiken und Verfahren
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